Zurück ins "normale" Leben!

Zurück ins "normale" Leben!

Viviane Alt, 20 Jahre

Seit Dezember 2015 in der BEWO, Beginn der Lehre August 2016!

Als ich 13 Jahre alt war, sass ich im Sommer auf der Treppe und meine Mutter cremte mir den Rücken ein. Plötzlich bemerkte sie eine nach aussen gerichtete Wölbung, die sie noch nie an mir bemerkt hatte. Sie brachte mich zum Arzt um diese seltsame Wölbung zu untersuchen. Der Arzt aber befand diese für ungefährlich und hat uns nachhause geschickt. Meine Mutter jedoch wusste, dass da etwas nicht stimmte, also brachte sie mich zum nächsten Arzt, der leider aber auch nicht röntgen wollte. Schlussendlich war ich etwa bei 5 Ärzten die mir sagten, es wäre nichts falsch an meinem Rücken. Bis endlich ein Arzt meinen Rücken röntgte war fast ein Jahr vergangen und die Diagnose „Skoliose“ (Wirbelsäulenverkrümmung) wurde zu spät entdeckt, so dass ich operieren musste.

Die Operation verlief gar nicht nach Plan. Es gab viele Komplikationen die sogar mein rechtes Bein lähmten. Die Ärzte sagten mir, dass ich nie wieder laufen könne. Doch dieses Mal glaubte ich ihnen nicht mehr. Ich glaubte an mich und meiner Mutter die mir sagte dass ich sicher bald wieder auf den Beinen bin.

Meine Schwester hat mich eines Tages am Fuss gekitzelt bis ich mein grosser Zeh wieder bewegen konnte. Meine ganze Familie hat gefeiert und ich übte fleissig weiter. Nun stehe ich hier und habe dies überwunden. Doch psychisch war es nicht sehr leicht für mich.

Ich ging in eine Tagesklinik um meine Ängste zu therapieren.

 

Als auch dieser Abschnitt geschafft war, wollte ich mich um meine Lehrstelle kümmern. Dies gelang mir dann auch gut, als ich in die BEWO kam. Ich wurde sehr gut unterstützt und habe meine Traumlehrstelle, tolle neue Freunde und meinen Verlobten gefunden.

 

Hier lernte ich, meine Arbeit an zu sehen und auch mal stolz sein zu können, was ich geschafft habe. Am aller liebsten habe ich gemalt. Vielen hatten meine Bilder gefallen und so bekam ich auch Aufträge für die BEWO zu malen. Ich entwarf neue Kreaturen wie der Schmetterfant oder der Tentakelhirsch um Bilder für ein Büro zu malen. Für ein anderes Büro malte ich 5 Bilder im Stil von Indianern und deren Tiere.

Dann wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass bald das Thema der BEWO „Empowerment“ sei. Also durfte ich ca. 11 Bilder malen, die diese Message rüber bringen. Es war eine Herausforderung die mir sehr viel spass gebracht hat und mir auch gezeigt hat, dass ich etwas schaffen kann.

 

Oft schrieb ich Bewerbungen oder lernte das 10 Fingersystem. Auch Glasfusing und Glas gravieren mache ich sehr gerne, da es mich sehr ans Malen erinnert, aber man vorsichtiger sein muss, denn man kann die Fehler nicht radieren. Decopatch war sehr interessant, doch ich war ein wenig ungeschickt dabei. Auch Vogelhäuschen zusammenbauen oder Weihnachtsruten für „Lind und Sprüngli“ Schokoweihnachtsmänner zuschneiden waren tägliche Arbeiten, die in der IM erledigt werden mussten. Viele serielle Arbeiten machten mir auch Spass, aber ich fand die Abwechslung zwischen den Arbeiten sehr angenehm.

 

Jetzt fühle ich mich stark und freue mich meine Lehre zu beginnen die ich im Reformhaus Ruprecht in Bern absolvieren darf.

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